Michael Süß


 Michael Süß

Michael Süß (geb. 1964 in Erfurt) absolvierte eine Lehre zum Maschinenbauer. Zu seinem Onkel im Westen, der erfolgreich aus der DDR fliehen konnte, pflegte er ein enges Verhältnis. Dadurch motiviert wuchs auch in ihm der Wunsch, die DDR zu verlassen. Nach Erhalt des Einberufungsbefehls zur Nationalen Volksarmee (NVA) entschloss er sich, einen Ausreiseantrag zu stellen. Um diesen zu bekräftigen, besuchte er mehrmals die Ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin. Über seinen Onkel nahm er zudem Verbindung zum Ministerium für innerdeutsche Angelegenheiten auf. Daraufhin wurde Süß im April 1985 verhaftet und zu 17 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Im Strafvollzug in Naumburg unterstützte er Mithäftlinge bei ihren Ausreiseanträgen, wofür ihm eine erneute Verurteilung angedroht wurde. Im Rahmen des Häftlingsfreikaufs gelangte er im November 1985 in die Bundesrepublik.


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