Lothar Schulz


 Lothar Schulz

Lothar Schulz (geb. 1950 in Alt Ruppin) studierte Thermischen Maschinenbau an der TU Dresden und war als Koordinations-Ingenieur für die Montage eines sowjetischen Kernreaktors in Lubmin/Greifswald tätig. Hoch motiviert und wegen seiner sehr guten Russischkenntnisse schlug man ihn für eine Aspirantur am Energetischen Institut in Moskau vor. Er lehnte den Eintritt in die SED ab, woraufhin seine Aspirantur annulliert wurde. Nach mehreren Versuchen, beruflich voranzukommen, und nach einem abgelehnten Ausreiseantrag führte er Anfang April 1978 im Zentrum von Ost-Berlin eine Transparentaktion gegen die SED durch. Daraufhin wurde er verhaftet und wegen “Beeinträchtigung staatlicher Tätigkeit“ zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt. Gegen seinen Willen wurde Schulz im Dezember 1979 nach einer Amnestie in die DDR entlassen, wo er weiterhin unter Beobachtung des Staatssicherheitsdienstes stand. Im Mai 1981 gestattete ihm die DDR völlig überraschend die offizielle Ausreise in die Bundesrepublik. Schulz arbeitete danach viele Jahre erfolgreich als Internationaler Projektmanager und Berater für die westliche Industrie auf dem Gebiet der Software-Systeme und Logistik.


Zeitzeugeninterview

Der Zeitzeuge Lothar Schulz berichtet...(Quelle: Zeitzeugenarchiv der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen)


Um mit Lothar Schulz aus Berlin Kontakt aufzunehmen, richten Sie bitte eine Anfrage an das Koordinierende Zeitzeugenbüro.