Klaus-M. von Keussler


 Klaus-M. von Keussler

Klaus-M. von Keussler (geb. 1939 in Königsberg / heute Kaliningrad) studierte Jura an der Freien Universität in West-Berlin und erlebte dort 1961 die Errichtung der Mauer. Als 23-Jähriger beteiligte er sich ab 1962 am Bau mehrerer Fluchttunnel; durch den erfolgreichsten Tunnel (1964) konnten 57 Männer, Frauen und Kinder in den Westteil der Stadt flüchten. Außerdem war er an mehreren erfolgreichen Einzelfluchtaktionen beteiligt und verhalf mit seinen Mitstreitern insgesamt 65 Menschen zur Flucht. Der gegen ihn 1965 erlassene Haftbefehl wurde 1985 aufgehoben. Seine Übersiedlung nach Erfurt 1992 bot v. Keussler die lange angestrebte Möglichkeit, den anderen Teil Deutschlands intensiv kennenzulernen. Er begann sich für die Aufarbeitung des SED-Unrechts zu engagieren. 2004 initiierte er mit anderen eine Gedenktafel in Berlin für den 1964 erschossenen NVA-Grenzer Egon Schultz. Bis 2021 war er Vorsitzender des Freiheit e. V. – Förderverein Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße sowie (2016-2021) Mitglied im Beirat Aufarbeitung der Stiftung Ettersberg, Weimar. Seit 2015 ist er aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig. 2019 veröffentlichte er zusammen mit Peter Schulenburg das Buch „Fluchthelfer - Die Gruppe um Wolfgang Fuchs“.

 


Um mit Klaus-M. von Keussler aus Erfurt (Thüringen) Kontakt aufzunehmen, richten Sie bitte eine Anfrage an das Koordinierende Zeitzeugenbüro.