Peter Wensierski


 Peter Wensierski

Peter Wensierski (geb. 1954 in Heiligenhaus) schrieb als jüngster westlicher Reisekorrespondent in der DDR seit 1979 für den Evangelischen Pressedienst, den SPIEGEL und viele andere Zeitungen, kommentierte Konflikte in der DDR im Deutschlandfunk, SFB oder RIAS. Er war fünf Jahre lang oft täglich in Ost-Berlin und der DDR unterwegs, in der Zentrale des ev. Kirchenbundes und den Synoden ebenso wie in der Jugendszene. Dabei entstanden zahlreiche Bücher, Radiosendungen und Dokumentarfilme über die aufkommende Oppositionsbewegung, über die Rolle der Kirchen, Künstler- und Intellektuellenkreise. 1984 - 86 verfasste er die erste Forschungsarbeit über Umweltprobleme in der DDR und produzierte den Spielfilm „Transitträume“ sowie „Berliner Blau“, ein Cinemascope-Film über die Berliner Mauer, der mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde. Von 1986 an arbeitete er als Fernsehjournalist der ARD für Brennpunkte und Sondersendungen über die Entwicklung in der DDR, fertigte aber vor allem für die Berliner Sendung KONTRASTE mehr als 50 Filmberichte. Dort lernte er bei einem Interview den aus Jena zwangsausgebürgerten Roland Jahn kennen und holte ihn in die Redaktion. Mit ihm zusammen realisierte Wensierski zahlreiche Filme mit heimlichen Videoaufnahmen von DDR-Oppositionellen, über den Uranbergbau, den Zerfall der Städte, bekennende Ost-Neonazis bis hin zu den weltbekannten Aufnahmen der ersten Leipziger Montagsdemonstration. Nach 1990 entstanden Enthüllungen über Inoffizielle Mitarbeiter und das Wirken der Stasi. Im Jahre 1993 wechselte Wensierski zum SPIEGEL. 2006 erschien sein Buch "Schläge im Namen des Herrn", das u.a. zur Gründung des "Runden Tisches Heimerziehung" führte, nebst einem Hilfsfond von 300 Millionen Euro für ehemalige Heimkinder in West und Ost. Wensierski erhielt dafür das Bundesverdienstkreuz am Bande. Seine Bücher „Die verbotene Reise" und "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution - wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte“  wurden Beststeller und richten sich vor allem an ein junges Publikum.
 


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