Peter Keup


 Peter Keup

Peter Keup (geb. 1958 in Radebeul) war erfolgreicher Turniertänzer und vertrat die DDR bei zahlreichen Meisterschaften in der Nationalmannschaft. Sein Wunsch war es, an Tanzturnieren im Westen teilzunehmen und dort Karriere zu machen. Aufgrund eines Ausreiseantrages in die Bundesrepublik, woher die Familie ursprünglich kam, geriet Keup in den Fokus des Ministeriums für Staatssicherheit. Nachdem ihm sowohl Turnier- als auch private Reisen ins Ausland verweigert wurden, plante er seine Flucht. Bei der Passkontrolle im Zug wurde er im Juli 1981 festgenommen und wegen "Vorbereitung zur Republikflucht" zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt. Im März 1982 gelangte er im Rahmen des Häftlingsfreikaufs in die Bundesrepublik. Bei der Auseinandersetzung mit seiner Familiengeschichte kamen auch Verstrickungen mit dem Staatssicherheitsdienst zutage. Diese arbeitet Keup heute als Historiker wissenschaftlich auf und studierte an der FernUniversität Hagen Kulturwissenschaften und an der Universität Bonn Politisch-Historische Studien. Nach mehreren Jahren in der Zeitzeugenarbeit im In- und Ausland ist er seit Anfang April 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Menschenrechtszentrum Cottbus tätig und seit April 2021 Mitarbeiter im Forschungsverbund „Landschaften der Verfolgung“.


Zeitzeugeninterview


Um mit Peter Keup aus Essen (Nordrhein-Westfalen) Kontakt aufzunehmen, richten Sie bitte eine Anfrage an das Koordinierende Zeitzeugenbüro.