Monika Lembke


 Monika Lembke

Monika Lembke (geb. 1946 in Zockau) war im Fachbereich Optik des VEB Carl-Zeiss Jena tätig. Ihr Vater lebte in der Bundesrepublik. Im September 1982 stellte sie mit ihrem Ehemann und den beiden Söhnen einen Antrag zur ständigen Ausreise aus der DDR. Infolgedessen verlor sie ihren Arbeitsplatz. Auch ihr Ehemann wurde entlassen. Die Familie litt unter massiven Schikanierungen und Zersetzungsmaßnahmen durch den Staatssicherheitsdienst. Der älteste Sohn wurde in der Schule von seinem Klassenlehrer als "Landesverräter" und "Klassenspalter" ausgegrenzt. Er nahm sich daraufhin im März 1983 das Leben. Im Juni 1983 war sie Mitorganisatorin des "Weißen Kreises" in Jena, einer Protestgruppe, die ihren Wunsch nach Ausreise öffentlich machte. Zusammen mit anderen Ausreisewilligen demonstrierte Monika Lembke jeden Samstag in Jena; beim sechsten Treffen kamen mehr als 200 Teilnehmer zusammen. Daraufhin durfte sie mit ihrem Ehemann und dem jüngsten Sohn im August 1983 in die Bundesrepublik ausreisen.



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