Mario Röllig

Mario Röllig (geb. 1967 in Berlin) sollte wegen seiner Freundschaft zu einem West-Berliner Politiker als Informant des DDR-Staatssicherheitsdienstes angeworben werden. Er versuchte deshalb im Juni 1987 über die ungarisch-jugoslawische Grenze zu fliehen, wo er jedoch verhaftet wurde. Im Zuge einer Amnestie wurde er nach drei Monaten DDR-Untersuchungshaft entlassen. Er stellte noch im selben Monat einen Ausreiseantrag. Anfang 1988 nahm er an oppositionellen Veranstaltungen innerhalb der evangelischen Kirche teil. Erst nach einem Protestbrief an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker genehmigte man ihm im März 1988 die Ausreise in die Bundesrepublik. Seine Fluchtgeschichte ist Gegenstand des Theaterstückes "Akte R" und des Dokumentarfilms "Der Ost-Komplex". In der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ist Röllig seit 2018 als Beiratsmitglied tätig. Seit 2019 ist er zudem Mitglied des Berliner Landesvorstandes und Mitglied des Bundesvorstandes der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Als Menschenrechtsaktivist engagiert er sich seit vielen Jahren für die Rechte von LGBTIQ*.
Zeitzeugeninterview
Der Zeitzeuge Mario Röllig berichtet... (Quelle: Zeitzeugenarchiv der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen)
Um mit Mario Röllig aus Berlin Kontakt aufzunehmen, richten Sie bitte eine Anfrage an das Koordinierende Zeitzeugenbüro.