Edmund Käbisch


 Edmund Käbisch

Dr. Edmund Käbisch (geb. 1944 im schlesischen Waldenburg) lernte in Kamenz den Beruf eines Elektromonteurs und war Wehrdienstverweigerer. Er studierte evangelische Theologie und promovierte zum Thema Jugend und Gebet. Von 1981 bis 1999 war er Pfarrer am Dom St. Marien zu Zwickau. In dieser Zeit wurde er vom Staatsicherheitsdienst im Operativen Vorgang (OV) „Kontrahent“ bearbeitet, weil er eine situativ-missionarische Verkündigung praktizierte. In Zwickau gründete er Basisgruppen zu den Themen der Umwelt, der Gerechtigkeit, des Friedens, des Feminismus, der Strafgefangenen, der Amnestierten, der Ausreisewilligen und des konziliaren Prozesses. In einem weiteren OV versuchte der Staatssicherheitsdienst, ihn über demokratischen Beschlüssen des Kirchenvorstandes so zu zersetzen, dass er Zwickau zu verlassen hat. Nach der Friedlichen Revolution begann Käbisch das Staat-Kirche-Verhältnis aufzuarbeiten und die kirchlichen Verstrickungen öffentlich zu machen. Das führte zu einem innerkirchlichen Konflikt. Deswegen wurde er 1999 von der Landeskirche vorzeitig in den Ruhestand versetzt. 2008 wurde er mit der Ausstellung „Christliches Handeln in der DDR“ überregional bekannt. Er hatte den Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) „Schubert“ mit Klarnamen genannt. Daraufhin erwirkte der IM vor dem Landgericht Zwickau eine einstweilige Verfügung wegen Verletzung seines Persönlichkeitsrechts. Jedoch das Gericht entschied, dass Käbisch den Klarnamen des IM  öffentlich machen darf. Er ist Betreiber einer eigenen Website.



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