Sibylle Hölzer


 Sibylle Hölzer

Sibylle Hölzer (geb.1958 in Neuruppin) ist Tochter einer Schweizerin. Nach dem 2. Weltkrieg blieb ihre Mutter in der Nähe von Berlin und heiratete in der russischen Besatzungszone. Nach Gründung der DDR und dem Mauerbau konnte sie ihre Familie in der Schweiz nicht mehr besuchen. Bereits während ihrer Schulzeit wurde Sibylle Hölzer mit den Repressionen der SED-Diktatur konfrontiert. Aus einem christlichem Umfeld stammend, war sie zahlreichen Schikanen ausgesetzt. Trotz sehr guter Schulnoten wurde sie nicht zum Abitur zugelassen und erlernte den Beruf der Sekretärin. Auch ein begleitendes Studium blieb ihr versagt. Die Parteimitgliedschaft in der SED lehnte sie ab, obwohl man ihr berufliche Entwicklungsperspektiven in Aussicht stellte. Früh erfuhr sie, dass der Staatssicherheitsdienst sie im engsten Familienkreis ausspionierte, berufliche Zukunftspläne sabotiert wurden und sie wegen ihres kritischen Verhaltens zweimal knapp einer Verhaftung entkam. Im September 1989 beschloss sie während eines Ungarn-Urlaubs, nicht mehr in die DDR zurückzukehren und kam so als Flüchtling in die Bundesrepublik.

 


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