"...gelernt, die Demokratie, in der wir leben, zu schätzen. "

Der Projekttag hat mir sehr gut gefallen. Vor diesem Tag hatte ich noch nie etwas von Jugendwerkhöfen gehört. Heute weiß ich so viel mehr.

Ich fand die Erzählungen der Zeitzeugen unglaublich; wie mutig Stefan an die Sache herangegangen ist, das hat mich echt fasziniert. Wie viel Mut  hinter solchen Aktionen stecken muss, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Auch wie viel Angst die „Insassen“ gehabt haben müssen, ist unvorstellbar. Die Zustände, die dort geherrscht haben, waren grausam. Es wurde einem alles genommen, was man besaß. Man wurde erniedrigt, gezwungen und der Menschlichkeit beraubt. Diese Menschen mussten so viel durchmachen und haben heutzutage immer noch mit Vorurteilen und Schwierigkeiten bei der Jobsuche zu kämpfen. Das ist sehr ungerecht und ich finde, dieses Thema sollte mehr Aufmerksamkeit bekommen.

 

Der heutige Tag hat mir sehr gut gefallen und es war spannend, etwas Neues über die damalige Zeit zu erfahren. Es hat mich sehr erschreckt, wie hart die Insassen der Jugendwerkhöfe bestraft wurden. Ich war sehr verwundert, dass ich erfahren habe, dass viele der Menschen zu Unrecht in die Jugendwerkhöfe gekommen sind, das wünscht man ja niemandem. Der Tag hat mir aber auch gezeigt, wie froh wir sein können, in der jetzigen Zeit zu leben und wie wertvoll es ist, dass wir frei unsere Meinung sagen dürfen. Die Jugendlichen aus den Werkhöfen tun mir echt leid, denn es muss schrecklich sein, von einem auf den anderen Tag aus dem gewohnten Umfeld herausgerissen zu werden. Vor sich hin zu leben, ohne zu wissen, ob man seine Familie und Freunde jemals wiedersieht, klingt nach absolutem Horror.

 

Ich fand die Erzählungen von Herrn Lauter schlimmer als man es auf den Bildern in der Ausstellung sehen konnte. Außerdem ist es sehr mutig von den Zeitzeugen über diese traumatischen Erinnerungen aus ihrer Jugendzeit zu erzählen. Erst durch diesen Projekttag habe ich gelernt, die Demokratie, in der wir leben, zu schätzen.

 

Schreiben von Schülerinnen und Schülern nach einem Besuch von Stefan Lauter am Francisceum Zerbst am 11.08.2017



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