"attraktiver und lebendiger Geschichtsunterricht"

Bereits zum zweiten Mal besuchte Herr Hartwig Kluge das Klettgau-Gymnasium Tiengen, um den Schülern aller 10. Klassen sowie den Teilnehmern des Neigungskurses Geschichte über sein Schicksal als Oppositioneller im DDR-Unrechtsstaat zu berichten.

Für die Schülerinnen und Schüler war interessant zu erfahren, was einen jungen Menschen damals motivierte, sich gegen die DDR zu stellen und schließlich die lebensgefährliche Flucht in den Westen zu wagen. Auch die Schilderungen über die Art der Verhöre durch die Staatssicherheit und die Haftbedingungen für politisch motivierte „Straftäter“ waren für die Schüler beeindruckend. Zudem erzählte Herr Kluge, wie er mit der schließlich gewonnenen Freiheit in der Bundesrepublik umging. Er zeigte den Schülerinnen und Schülern seinen westdeutschen, grünen Reisepass mit Visa-Stempeln aus aller Herren Länder. Nach Jahren der Unfreiheit und vielen Monaten in verschiedenen Gefängnissen galt es, die für uns heute so selbstverständliche Freiheit ausgiebig zu genießen.
Die Zehntklässler werden dank der Organisation der Fachschaft Gemeinschaftskunde im Februar eine Woche nach Berlin reisen, wie es am Klettgau-Gymnasium schon seit vielen Jahren Tradition ist. Neben einem Besuch des Deutschen Bundestages und dem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Waldshut und Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter steht auch ein Besuch des berüchtigten Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen auf dem Programm. Somit diente der Besuch des Zeitzeugen Hartwig Kluge nicht nur einem attraktiven und lebendigen Geschichtsunterricht, sondern auch der Vorbereitung auf die diesjährige Berlinfahrt.

 

 

Schreiben von Markus H. nach einem Besuch von Hartwig Kluge am Klettgau-Gymnasium Tiengen am 23.01.2018



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