Richard Baier


Richard Baier (geb. 1926 in Marburg) war ab den 50er Jahren freier journalistischer Mitarbeiter für die Hauptabteilung Politik des RIAS. Bei den Ereignissen rund um den Volksaufstand am 17. Juni 1953 berichtete er aus Ost-Berlin. Im April 1955 wurde er vom Staatssicherheitsdient verhaftet. Man warf ihm das Schreiben angeblicher Hetzschriften vor. Im sogenannten RIAS-Prozess wurde Richard Baier mit vier Mitangeklagten zu 13 Jahren wegen "Spionage" verurteilt. Im Januar 1961 erfolgte seine vorzeigte Entlassung; er kam nach Potsdam. Im Juni 1982 geriet er wegen "Staatsverleumdung" erneut in Haft, weil er sich gegen die Sprengung der Potsdamer Garnisonskiche gewandt und damit den Kulturverfall kritisiert hatte. Nach zehn Monaten wurde er auf Bewährung entlassen. Er arbeitete im Anschluss als Gaststättenleiter im Kulturhaus Marchwitza. 1990 kehrte er in die Bundesrepublik zurück.


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