Peter Hippe


Peter Hippe

Peter Hippe (geb. 1942 in Halle/Saale) geriet schon als Jugendlicher ins Visier des Staatssicherheitsdienstes, als er 1959 einen Fluchtversuch unternahm, der erfolglos blieb. Er wurde verhaftet und kam zunächst in Potsdam in Untersuchungshaft, später in einen Jugendwerkhof nach Halle. Einem Anwerbeversuch der Abteilung Kriminalpolizei für so genannte "Informationsdienste" entzog er sich. 1975 schloss er ein Studium als Diplomingenieur erfolgreich ab, doch wichtige Funktionen blieben ihm verwehrt und Reisevisa erhielt er nicht. Gemeinsam mit seiner Ehefrau stellte er daraufhin 1985 eine Reihe von Ausreiseanträgen, die jedoch  abgelehnt wurden. Anstelle einer Inhaftierung versuchte der Staatssicherheitsdienst, ihn mit Zersetzungsmaßnahmen zu brechen. In seinem Betreiben nach friedlichem Widerstand schloss er sich kirchlichen Kreisen an und nahm regelmäßig an Friedensgebeten teil, die ebenfalls von der Staatssicherheit unterwandert waren. Ende der 80er Jahre besetzte er die US-amerikanische Botschaft in Ost-Berlin und konnte so eine Zusicherung erreichen, ausreisen zu dürfen. Rund vier Wochen nach seiner Rückkehr nach Halle erfolgte im November 1988 die Ausbürgerung aus der DDR.


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