Manfred Haferburg


Manfred Haferburg

Manfred Haferburg (geb.1948 in Nebra) wuchs in Sachsen Anhalt auf. Er studierte in Dresden Kernenergetik und arbeitete im Kernkraftwerk Greifswald. Da er kein Mitglied der SED war und einen Anwerbeversuch des Ministeriums für Staatssicherheit ablehnte, geriet er ins Visier verschiedenster Zersetzungsmaßnahmen der Staatssicherheit. Im Mai 1989 versuchte er über die Tschechoslowakei in den Westen zu fliehen. Im Zug von Prag nach Nürnberg wurde er verhaftet und in die zentrale Untersuchungshaftanstalt nach Berlin-Hohenschönhausen verbracht. Von dort aus erfolgte im Oktober 1989 - einige Tage vor dem Fall der Mauer – seine Entlassung: mit verbundenen Augen wurde Haferburg in ein Auto gedrückt und auf offener Straße aus dem Fahrzeug geworfen. Nach Aberkennung der DDR-Staatsbürgerschaft durfte er von Greifswald aus schließlich ausreisen. Seit 1999 arbeitet Manfred Haferburg für eine internationale Organisation mit Sitz in Frankreich und berät Kernkraftwerke auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit. Über seine Erfahrungen mit dem Zersetzungsmechanismus der Stasi hat er den Roman "Wohn-Haft" mit einem Vorwort seines Freundes Wolf Biermann geschrieben.


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