Heinz-Michael Langer


Heinz-Michael Langer

Heinz-Michael Langer (geb. 1951 in Karl-Marx-Stadt / heute Chemnitz) wuchs in einem christlich geprägten Elternhaus auf. Sein Vater war als Ingenieur tätig und erhielt als Spezialist Vergünstigungen und Zusicherungen; so konnte Heinz-Michael Langer den Eintritt in die Freie Deutsche Jugend (FDJ) verweigern und dennoch Abitur machen und ein Studium aufnehmen. Da er sich jedoch in der oppositionellen Jungen Gemeinde innerhalb der evangelischen Kirche engagierte, geriet er ins Visier des Staatssicherheitsdienstes, der einen Operativen Vorgang (OV) gegen ihn eröffnete. Im März 1972  wurde er vom Studium exmatrikuliert, erhielt eine Sperre an allen Hoch- und Fachschulen der DDR und musste sich als Werkzeugmacher bewähren. Die Aussichtslosigkeit, sein Studium je wieder aufnehmen zu können, und der unbändige Drang nach Freiheit ließen ihn seine Flucht planen. Nach intensiver Vorbereitung schaffte er es, zusammen mit zwei Freundinnen im August 1972 erfolgreich über Rumänien und Jugoslawien nach Österreich und von dort aus in die Bundesrepublik zu fliehen. Über zehn Jahre erhielt er Einreiseverbot in die DDR und durfte seine Familie nicht sehen. Nach einem Maschinenbaustudium in Aachen und dem späteren Umzug nach Bayern ist er dort mehr als 25 Jahre als Kunststoffverfahrensspezialist und in der Luftfahrt tätig.


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