Eckart Hübener


Eckart Hübener (geb. 1953 in Meyenburg) wuchs in einer mecklenburgischen Pastorenfamilie auf und studierte Theologie. In der Evangelischen Studentengemeinde Berlin engagierte er sich im Arbeitskreis Kirche und Gesellschaft. Er gehörte einer illegalen Oppositionsgruppe an und unternahm 1980/81 mehrere Informationsfahrten nach Polen. Weil er Materialien, Broschüren, Aufkleber und Abzeichen der polnischen Gewerkschaft "Solidarność" versteckt in die DDR mitbringen wollte, wurde er im August 1981 verhaftet und wegen "Zollvergehen" zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Im August 1982 wurde er auf eigenen Wunsch in die DDR entlassen. Hübener war vorher, ohne sein Einverständnis eingeholt zu haben, bereits für den Häftlingsfreikauf in den Westen vorgesehen. Nach 1990 erstattete er erfolglos gegen den Initiator dieser verdeckten Abschiebeaktion, Manfred Stolpe, Strafanzeige wegen "Menschenhandels" und "Freiheitsberaubung". Er ist heute in der "Psychosozialen Beratung für Betroffene von Systemunrecht und Gewalt in der SBZ/DDR" tätig.
 


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